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Vaginismus = Kopfsache? 🤯 Können Gedanken den Vaginismus heilen?

Bevor ich tiefer ins Thema eintauche, möchte ich erwähnen, dass es sich um einen Trigger-Text handelt. Ich möchte damit niemand bösartig triggern oder eine traumatisierende Wirkung auslösen.


Denn heute frage ich mich: Wie viel vom Vaginismus ist tatsächlich Kopfsache? Und ich weiss, dass ich mit dieser Aussage unzählige Betroffene EXTREM triggere. Ich weiss das, weil es mich vor einigen Monaten und Jahren ebenfalls noch sehr getroffen hätte. Fakt ist jedoch, dass ich überzeugt bin, dass ich ohne meine Mindset-Arbeit nicht diesen Heilungs-Erfolg erlebt hätte.


Ich möchte dazu ein Beispiel nennen: Wir lernen als Kinder, heisse Herdplatten nicht anzufassen, weil uns das weh tut. Ich z.B. habe unbewusst, irgendwann in meinem Leben gelernt, dass ich es eklig finde, wenn etwas in meine Vagina eingefügt wird. Mein Hirn hat sich wie beim Herdplatten-Beispiel abgespeichert: nicht gut. Also sprechen bei potenziellem Geschlechtsverkehr oder z.B. dem Einführen eines Tampons Hirn und Vagina miteinander und sagen: Blockiere hier mal.


Das ist nun sehr simpel ausgedrückt. Ein härteres Beispiel wäre die sexualisierte Gewalt. Ein Mädchen erlebt sexualisierte Gewalt. Danach fühlt sie z.B. Ekel, Scham, Verzweiflung und ganz viele weitere, einengende und schmerzende Gefühle. Das Mädchen speichert unterbewusst diese Gefühle ab und das Hirn reagiert beim nächsten sexuellen Kontakt und sagt wieder: Halt stopp, blockiere hier mal.


Bitte beachte, dass ich diese Beispiele sehr emotionslos und kurz umschrieben habe. Das heisst nicht, dass ich die Beispiele kleinreden will. Sie sind absolut fürchterlich. Aber es geht heute nicht um die Tragik des Erlebten oder um die genannten Beispiele per se.


Sondern, was ich mit diesen Beispielen sagen möchte: Unser Hirn speichert alles unbewusst ab. Ständig und immer. Die guten Dinge, aber auch die schlechten Dinge. Und wie du vielleicht auch sonst schon gemerkt hast, schlechte Erinnerungen bleiben immer länger haften. Ich bin darum der festen Überzeugung, dass die Gedanken zuerst oder gleichzeitig zu einer anderen Therapieform umprogrammiert werden müssen. Das nenne ich Mindset-Arbeit. Also z.B. den Gedanken von ‘Ich habe Vaginismus, bin damit abnormal und unfähig für 'die natürlichste Nebensache der Welt.’ in ‘Ich habe Vaginismus. Der Vaginismus beschützt mich und ich darf meine Sexualität in meiner Weise erfüllend erleben.’


Darum glaube ich, dass Vaginismus AUCH Kopfsache ist. Definitiv nicht nur, aber auch. Und je früher man das Urvertrauen aufbauen kann, dass der Vaginismus zwar da ist, aber einem nicht an einem erfüllten Leben hindert, desto eher wird der Körper in eine Entspannung kommen. Und dieses Urvertrauen wird nicht durch eine Physiotherapie aufgebaut, sondern durch positive Gedanken und Gefühle.


Ich lade dich dazu ein, dass du dir neue, positive Glaubenssätze über deinen Körper und deine Sexualität erarbeitest und dir damit ein Urvertrauen aufbaust, welches dich durch jede Höhe und Tiefe im Leben begleitet.



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